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Das trans-k Übersetzer- und Dolmetscher-Glossar



By Dominik Kreuzer,
Translation into German and English,
trans-k Kreuzer KEG,
Graz, Austria

d.kreuzer[at]trans-k.co.uk
www.trans-k.co.uk






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Abkürzungen        English Glossary


 AZurück 

Adaption    adaptation
Anpassung eines Texts an einen anderen Zweck oder – häufiger – eine andere Region bzw. ein anderes Land als jene, für die er verfasst wurde. Adaption an ein Land oder eine Region ist Bestandteil der Lokalisierung. Ein Beispiel für zweckbezogene Adaption ist das Anpassen der Einleitung zu einem Benutzerhandbuch zur Verwendung in einem Produktkatalog. Die Adaption einer Übersetzung wird entweder direkt vom Übersetzer, in den meisten Fällen jedoch von z.B. einem Lektor oder Werbetexter durchgeführt. Ob es sich empfiehlt, den Ausgangstext vor dem Übersetzen oder den bereits übersetzten Zieltext zu bearbeiten, hängt ab von der jeweiligen Situation.


Anschlag    keystroke
Tastendruck auf der Tastatur eines Computers oder einer Schreibmaschine. Umfasst auch nichtdruckbare Zeichen, wie z.B. Leerzeichen und Zeilenumbrüche. Wird als Längenmaß für Normzeilen bzw. Normseiten verwendet.


A-Sprache    A language
Mutter- bzw. Bildungssprache eines Übersetzers oder Dolmetschers (vgl. B-Sprache und C-Sprache)


Atril
Hersteller des Translation Memory-Programms DéjР° Vu


Ausgangssprache    source language
Sprache, in der der zu übersetzende Text verfasst ist.


Ausgangstext, Originaltext, Quelltext    source text
Der zu übersetzende Text.


automatische Übersetzung, maschinelle ~    machine translation
Übersetzung von Text aus einer Sprache in eine andere durch ein automatisches Übersetzungssystem (Computerprogramm) ohne menschlichen Eingriff in den Übersetzungsprozess. Die Qualität einer maschinell erstellten Übersetzung hängt ab von der Beschaffenheit und Komplexität des Ausgangstexts, ist aber auf keinen Fall ausreichend zur Veröffentlichung ohne umfassende Überarbeitung. Wird gelegentlich von Übersetzern und Übersetzungsbüros zur Unterstützung bei ihrer Arbeit verwendet, selten aber für komplette Dokumente. Manche Suchmaschinen verfügen über eine Schnittstelle zu einem Übersetzungsprogramm, mit dem sich gefundene Websites übersetzen lassen. Zur kostenlosen Erprobung der Fähigkeiten eines Übersetzungsprogramms lohnt sich ein Besuch bei Babelfish (Link auf Seite Ressourcen für Unternehmen). Nicht zu verwechseln mit computerunterstützter Übersetzung!
 BZurück 
beglaubigte Übersetzung    certified translation
Übersetzung, dessen Korrektheit und Übereinstimmung mit dem Ausgangstext von einem Übersetzer vor einem Notar bestätigt wurde.


B-Sprache    B language
Weitere Sprache eines Übersetzers oder Dolmetschers neben dessen Muttersprache (= A-Sprache) in die und/oder aus der übersetzt bzw. gedolmetscht wird (vgl. auch C-Sprache)


Bildungssprache
Sprache, in der eine Person ihre Ausbildung erfahren hat.


bürgernahe Sprache    plain English
Eine klare, deutliche, direkte und natürliche Ausdrucksweise. Wird zunehmend empfohlen für das Verfassen technischer und fachlicher Dokumentation, wie etwa Gebrauchsanleitungen, gesetzliche und amtliche Urkunden, Ansprachen und Berichte, da es sowohl für Experten als auch Laien leichter und angenehmer zu lesen ist. (Links zum Thema finden Sie unter Textgestaltung.)
 CZurück 
computerunterstützte Übersetzung (CAT), maschinenunterstützte ~, rechnergestützte ~    computer-aided translation (CAT)
Übersetzen mit Hilfe von Computerprogrammen, z.B. Translation Memory, Terminologieverwaltungs- und Lokalisierungs-Tools, die dazu dienen, die Arbeitslast des Übersetzers zu reduzieren und einen durchgängigen Stil sicherzustellen. Bereits übersetzte Satzpaare (Ausgangs- und Zielsprache) werden dabei in einer Datenbank gespeichert. Kommt beim Übersetzen ein Satz vor, der einem bereits früher übersetzten ähnlich oder mit ihm identisch ist, dann wird er als mögliche Übersetzung vorgeschlagen. Der Übersetzer hat dann die Möglichkeit, den Satz anzunehmen, zu bearbeiten oder abzulehnen. Nicht zu verwechseln mit automatischer Übersetzung!


C-Sprache    C language
Weitere Sprache eines Übersetzers oder Dolmetschers neben dessen A-Sprache (= Muttersprache) und B-Sprache. Die C-Sprache beherrscht der Übersetzer/Dolmetscher nur ausreichend, um aus ihr zu übersetzen/dolmetschen.
 DZurück 
Déjà Vu
Translation Memory-Programm der Firma Atril.


Diplomübersetzer/Diplomdolmetscher
Jemand, der ein Universitätsdiplom im Studiengang Übersetzen bzw. Dolmetschen erfolgreich abgeschlossen hat.


DIN 2345
Deutsche Norm für Übersetzungsverträge, veröffentlicht April 1998. Kann über den Beuth-Verlag (www.beuth.de) bestellt werden.


dolmetschen    interpreting
Mündliches Übertragen einer Aussage aus einer Sprache in eine andere (vgl. Übersetzen; s. auch Konsekutivdolmetschen, Simultandolmetschen).


Dolmetscher    interpreter
Überträgt Aussagen eines Sprechers mündlich aus einer Sprache in eine andere (vgl. Übersetzer).
 FZurück 
fachsprachliche Kompetenz    specialised language competence
Vertrautheit mit dem jeweiligen Fachgebiet und Beherrschung der Fachsprache dieses Fachgebiets.


Flüsterdolmetschen    whispering
Ähnlich dem Simultandolmetschen, wobei der Dolmetscher aber neben dem Gesprächsteilnehmer sitzt und ohne technische Hilfsmittel im Flüsterton dolmetscht.


freiberuflicher Übersetzer, freischaffender Übersetzer    freelance translator
Übersetzt aus einer oder mehreren Sprachen in eine andere (meist in seine Muttersprache). Nimmt Arbeit an von Übersetzungsbüros und/oder direkt von Endkunden. Ist oft spezialisiert in einem oder mehreren bestimmten Fachgebieten, z.B. Recht, Finanzwesen, Gewerbe, Technik.


freie Übersetzung    free translation
Übersetzung, bei der nicht so sehr die genaue Formulierung als die allgemeine Bedeutung in den Mittelpunkt gestellt wird (vgl. wörtliche Übersetzung).
 GZurück 
gegenlesen    revising
Ähnlich dem Revidieren, wobei der Text nach der Übersetzung durch eine zweite Person (z.B. einen zweiten Übersetzer oder einen Sachexperten) überprüft wird. Besonders wichtig bei Texten, die zur Veröffentlichung bestimmt sind.


Gerichtsdolmetscher    court interpreter
Verfügt über spezielle Sachkenntnis und vermittelt bei Gerichtsverfahren mündliche Übersetzung. Die gesetzlichen Erfordernisse bez. der öffentlichen Bestellung, Zertifizierung und Beeidigung von Übersetzern unterscheiden sich von Land zu Land.


Globalisierung   globalisation
Das Entwickeln und Erzeugen von Produkten für den internationalen Vertrieb. Der Ausdruck wird am häufigsten im Zusammenhang mit Software gebraucht, findet aber auch etwa bei Websites und anderen Publikationen und Produkten Anwendung. Die Globalisierung setzt sich zusammen aus Internationalisierung und Lokalisierung.


Glossar    glossary
Unentbehrliche Hilfe für den Übersetzer. Neben der Nutzung der zahllosen ein- und mehrsprachigen Online-Glossare im Internet verwalten die meisten Übersetzer eigene fach-, kunden- und projektspezifische Glossare. Aber auch für international tätige Unternehmen kann es vorteilhaft sein, eigene Fachglossare zu verwalten. Damit wird nicht nur die Arbeit des Übersetzers erleichtert, durch eine Minderung des Aufwands für die Terminologierecherche werden auch Projektlaufzeiten gekürzt und die korrekte und konsequente Verwendung von Fachterminologie in allen Sprachen sichergestellt. Manche Übersetzer und die meisten Übersetzungsbüros bieten die Glossarerstellung entweder als getrennten Service oder im Rahmen eines Übersetzungsvertrags an. (Listen von Online-Glossaren und -Wörterbüchern finden Sie auf der Seite Ressourcen für Übersetzer.)
 HZurück 
Hintergrundtext    background text
Text in der Ausgangs- oder Zielsprache, der Hintergrundinformationen über das Thema des zu übersetzenden Textes vermittelt.


Hintergrundinformationen    background information
Informationen zu dem Thema des Ausgangstextes bzw. dem besprochenen Thema. Erleichtert bzw. ermöglicht die Aufgabe des Übersetzers bzw. Dolmetschers indem sie Kontext, Terminologie, Definitionen, usw. zum Thema vermitteln.
 IZurück 
Internationalisierung    internationalisation
Entwickeln bzw. Umgestalten eines Produkts (z.B. Software) um dessen Lokalisierung zu erleichtern bzw. zu ermöglichen. Umschließt u.a. das Auslagern von landes- und regionsspezifischen Daten wie etwa Bildschirmtexten in externe Dateien und die Verwendung einer Zeichencodierung (z.B. Unicode), die Schriftzeichen anderer Sprachen unterstützt.
 KZurück 
Konferenzdolmetscher    conference interpreter
Dolmetscher mit spezieller Sachkenntnis, der eine simultane mündliche Übersetzung (siehe Simultandolmetschen) der Worte eines Redners in nur einer Sprachrichtung liefert.


Konferenzübersetzer    conference translator


Konsekutivdolmetschen    consecutive interpreting
Mündliches Übertragen einer Aussage aus einer Sprache in eine andere nachdem der Sprecher seine Aussage beendet hat oder zur Übersetzung paust; wird z.B. bei Verhandlungen, Vorlesungen und formellen Geschäftssitzungen verwendet (vgl. Simultandolmetschen).


kontrollierte Sprache    controlled language
Sprache mit eingeschränktem Wortschatz und eingeschränkten Formulierungsregeln. Wird beispielsweise in der technischen Dokumentation verwendet, um das Verständnis von Texten für Anwender oder Nichtmuttersprachler zu erleichtern und den Einsatz automatischer Übersetzungssysteme (s. automatische Übersetzung) zu ermöglichen.


Korrekturlesen    proofreading, proof-reading
Überprüfen eines Textes auf Rechtschreibfehler, korrekte Zeichensetzung, versehentliche Auslassungen, usw. und evtl. Korrigieren solcher Fehler (vgl. revidieren). Vor der Drucklegung einer Übersetzung empfiehlt es sich, den Text durch den Übersetzer Korrektur lesen zu lassen, um evtl. beim Schriftsetzen entstandene Fehler zu ermitteln.


kostenlose Übersetzung, gratis Übersetzung    free translation
Werden gelegentlich von Übersetzungsbüros – oft im Internet und meist unter Verwendung von maschineller Übersetzung angeboten. Kann zum groben ermitteln des Inhalts eines Textes (Gisting) verwendet werden, eignet sich aber nicht ohne umfassende Überarbeitung für Publikationszewcke.
 LZurück 
lektorieren  -> revidieren


literarischer Übersetzer    literary translator
Übersetzer, der sich im Übersetzen von Literatur, z.B. Romanen, Trivialliteratur, Biographien und Poesie spezialisiert.


lokalisieren, Lokalisierung    localisation
Anpassung eines Produkts (meist Software, aber z.B. auch Websites) an ein Land oder eine Region, d.h. an die Sprache, das kulturelle Milieu sowie die dort geltenden Normen, Gesetze und Marktanforderungen.
 MZurück 
Machine Translation (MT)  -> automatische Übersetzung


maschinelle Übersetzung  -> automatische Übersetzung


MultiTerm
Terminologie-Management-Programm von SDL Trados. Bestandteil der ehem. Translator’s Workbench, aber auch als eigenständiges Produkt erhältlich.


Muttersprache    mother-tongue
Sprache, die ein Mensch als Kind erlernt und seither im primären Sprachgebrauch verwendet hat. Übersetzer übersetzen meistens nur in ihre Mutter- bzw. Bildungssprache, nicht in im späteren Leben erlernte Fremdsprachen. Dazu gibt es allerdings Ausnahmen, zum Beispiel wenn es gilt, die Nuancen eines schwierigen Textes in der Ausgangssprache korrekt zu deuten.


muttersprachliche Kompetenz    native speaker competence
Beherrschung einer Sprache in Wort und Schrift in dem Grad, in dem sie eine sprachlich geschulte Person beherrscht, die diese Sprache als Kind erworben und seither im primären Sprachgebrauch verwendet hat.
 NZurück 
Native Speaker (auch: Nativespeaker)    native speaker
Eine Person mit muttersprachlicher Kompetenz in einer Sprache.


Normzeile, Standardzeile    standard line
Maßeinheit des Textumfangs, zum Beispiel eines Übersetzungsauftrags. Die Länge einer Normzeile kann von Land zu Land unterschiedlich sein. Im deutschsprachigen Raum beträgt sie generell 55 Anschläge. In englischsprachigen Gebieten wird Textumfang meist in Wörtern gemessen.


Normseite, Standardseite    standard page
Maßeinheit des Textumfangs, die besonders im Verlagswesen und bei der literarischen Übersetzung verwendet wird. Die Länge einer Normseite hängt ab von der Branche und dem Land, liegt aber generell zwischen 1500 und 1800 Anschlägen. Übersetzungsaufträge werden manchmal auf Seitenbasis berechnet, diese Methode wird aber – mit Ausnahme von Buchübersetzungen – zunehmend durch die Normzeile ersetzt.
 OZurück 
Oberflächenlokalisierung
Lokalisierung, bei der lediglich eine Anpassung der Sprache, sowie eine Umrechnung von Währungen und Einheiten stattfindet (vgl. Tiefenlokalisierung).


ÖNORM 1200, ÖNORM 1201
Österreichische Normen für Übersetzungsleistungen bzw. -verträge, veröffentlicht 2000. Über www.on-norm.at erhältlich.


ÖNORM 1202, ÖNORM 1203
Österreichische Normen für Dolmetschleistungen bzw. -verträge, veröffentlicht 2002. Über www.on-norm.at erhältlich.


Originaltext  -> Ausgangstext
 PZurück 
Paralleltext    parallel text
Text in der Ausgangs- oder Zielsprache, der dem zu übersetzenden Text hinsichtlich des Fachgebiets oder der Textsorte vergleichbar ist. Hierzu zählen auch frühere Übersetzungen derselben Textsorte.
 QZurück 
Quelltext  -> Ausgangstext
 RZurück 
revidieren, überarbeiten, redigieren, lektorieren    revising
Überprüfen eines Textes auf passenden Stil, korrekte Grammatik, Rechtschreibung, Zeichensetzung, inhaltliche Vollständigkeit (d.h. bei Übersetzungen Übereinstimmung mit dem Ausgangstext), und Vornehmen aller notwendigen Änderungen. Je nach den Anforderungen die der Text erfüllen soll, empfiehlt es sich, einen Text nach der Übersetzung durch eine zweite Person (z.B. einen anderen Übersetzer oder einen Sachexperten) revidieren zu lassen. Bei der Auftragserteilung an einen Korrekturleser bzw. Lektor empfiehlt es sich, das erwünschten Ausmaß an Änderungen zu definieren (z.B. nur Korrektur der Grammatik und Rechtschreibung oder Verbesserung des Stils).


Rückübersetzung    back translation
Eine wörtliche Übersetzung einer Übersetzung. Hilft einem Übersetzer festzustellen, ob die Bedeutung des Ausgangstextes im Zieltext erhalten geblieben ist.
 SZurück 
SDL
Hersteller der CAT-Suite SDL Trados, die sich aus den früheren Produkten Trados und SDLX zusammen setzt.


Simplified English (SE)
Ein Gestaltungsleitfaden und ein Glossar definierter Begriffe dessen Ziel eine bessere Verständlichkeit technischer Dokumentationen zu erzielen. Es wird auch zum Verfassen von Texten, die später maschinell (s. automatische Übersetzung übersetzt werden sollen eingesetzt. SE wurde von der Association of European Airlines (AEA) entwickelt.


Simultandolmetschen    simultaneous interpreting
Mündliches Übertragen einer Aussage aus einer Sprache in eine andere während der Redner spricht. Dabei sitzt der Dolmetscher normalerweise in einer Kabine und spricht über eine Audioanlage. (vgl. Konsekutivdolmetschen).


Softwarelokalisierung  -> Lokalisierung


Sprachdatenverarbeitung    language engineering
Der 1998 im Auftrag des EUROMAP Consortium veröffentlichte Euromap Report definiert Sprachdatenverarbeitung folgendermaßen: “Die Anwendung vom Wissen über schriftliche und mündliche Sprache zur Entwicklung von Systemen, die in der Lage sind menschliche Sprachen zu erkennen, verstehen, deuten und generieren.”. Zu diesen Sprachtechnologien zählen auch computerunterstützte Übersetzung, Spracherkennung und -synthese sowie semantische Suchen und Informationswiedergewinnung.


Sprachendienst, Sprachendienstleister    language service provider (LSP)
Unternehmen, das sprachenorientierte Dienstleistungen anbietet, darunter z.B. Übersetzen, Dolmetschen, Texten, Satz, und Sprachkurse.


Sprachkombination, Sprachpaar    language pairing, language combination
die Sprachen, mit denen der Übersetzer oder Dolmetscher arbeitet.


Sprachpaar  -> Sprachkombination


staatlich anerkannter Übersetzer/Dolmetscher
(In Deutschland) jemand, der eine staatlich anerkannte Übersetzer- bzw. Dolmetscherprüfung an einer Schule oder IHK (Industrie- und Handelskammer) absolviert hat. Im englischen Sprachraum gibt es in diesem Zusammenhang nicht das Konzept staatlicher Anerkennung. Hier spricht man von Akkreditierung, etwa durch einen Berufsverband, z.B. dem ITI oder ATA akkreditierten Übersetzer ( accredited translator) oder einem Übersetzungsdiplom (Dip.Trans.) des britischen Institute of Linguists. (Siehe auch staatlich geprüfter Übersetzer/Dolmetscher.)


staatlich geprüfter Übersetzer/Dolmetscher
(In Deutschland) jemand, der eine Übersetzer- bzw. Dolmetscherprüfung an einem staatlichen Prüfungsamt absolviert hat (weiteres unter staatlich anerkannter Übersetzer/Dolmetscher).


Standardseite  -> Normseite


Standardzeile  -> Normzeile
 TZurück 
TermStar
Terminologie-Management-Programm der Firma Star. Bestandteil des Translation Memory-Programms Transit, aber auch als eigenständiges Produkt erhältlich.


Textfunktion    text function
Zweck, den ein Text bei der Informationsermittlung erfüllt, z.B. Vermittlung von Anweisungen zur Bedienung eines Produkts, Ankündigung einer Veranstaltung. Bei der Auftragserteilung an einen Übersetzer empfiehlt es sich, immer die Textfunktion anzugeben, da dem Übersetzer dadurch die genaue Stil- und Wortwahl ermöglicht wird.


Textsorte    text type
Klasse von Text (Abstrakt, Kommentar, Trivialliteratur, Nachricht) mit spezifischen Merkmalen bez. Stil, Satzbau, Wortwahl usw.


Tiefenlokalisierung
Lokalisierung, bei der zusätzlich zur Anpassung der Sprache und Umrechnung von Einheiten und Währungen (vgl. Oberflächenlokalisierung) kulturelle Aspekte sowie die Zielgruppe berücksichtigt werden.


TMX
Translation Memory eXchange: standardisiertes Austauschformat für Datenbestände aus Übersetzungsspeichern. Wird von den jeweils neuesten Versionen der führenden Translation Memory-Applikationen unterstützt.


Trados
Ehem. Hersteller des Translation Memory-Programms Translator’s Workbench. Jetzt Bestandteil der CAT-Suite SDL Trados.


Transit
Translation Memory-Programm der Firma Star.


Transkription  -> wörtliche Übersetzung    Transcription


Translation Manager
1. Translation Memory-Programm der Firma IBM; 2. (Syn.: Projektleiter) Träger der Gesamtverantwortung für die Abwicklung eines Übersetzungsprojekts. Bei größeren Übersetzungsprojekten ist der Translation Manager Vermittler zwischen Kunde und Übersetzern, koordiniert die Projektabwicklung, verwaltet die Terminologie-Datenbank, usw.


Translation Memory (TM)    translation memory
Programm zur computerunterstützten Übersetzung, welches Übersetzungen zusammen mit dem Originaltext in Satzpaaren (Translation Units oder Segmente) in einer Datenbank (die „Memory”) abspeichert. Bei jedem neu zu übersetzenden Segment sucht das Programm in der Datenbank nach einem ähnlichen oder identischen, bereits übersetzten Satz. Wird ein solcher gefunden, so wird er dem Übersetzer als mögliche Übersetzung angeboten. Der Übersetzer kann den vorgeschlagenen Satz dann annehmen, ablehnen oder weiter bearbeiten.


Translator’s Workbench
Translation Memory-Programm der ehem. Firma Trados. Jetzt Bestandteil der CAT-Suite SDL Trados.


Transliteration    transliteration
Das Umsetzen von Text aus einer Schrift in eine andere, meist anhand phonetischer Äquivalenz.
 UZurück 
überarbeiten  -> revidieren


übersetzen    translating
Schriftliches Übertragen eines Textes aus einer Sprache in eine andere (vgl. Dolmetschen).


Übersetzer    translator
Überträgt Texte aus einer oder mehreren Sprachen schriftlich in eine andere Sprache, meist des Übersetzers Muttersprache. Bietet eventuell auch zusätzliche Dienstleistungen an, z.B. Satz und Korrekturlesen (vgl. Dolmetscher).


übersetzerische Kompetenz    translating competence
Fähigkeit, einen Text sprachlich, fachlich und idiomatisch korrekt unter Berücksichtigung der Textfunktion von Ausgangs- und Zieltext in eine andere Sprache zu übertragen.


Übersetzungsbüro    translation agency, translation company
Anbieter von Übersetzungs- und Dolmetscher-Dienstleistungen. Lässt Übersetzungen z.T. durch fest angestellte Übersetzer anfertigen und bearbeiten, fungiert aber meist auch als Vermittler zwischen Kunden und freiberuflichen Übersetzern. Bietet evtl. auch zusätzliche Dienstleistungen an, wie z.B. Satz, Verlag und Projektleitung.


Unicode
Zeichencodierungsnorm, die im Gegensatz zu ASCII nicht 8 sondern 16 Bit zur Zeichencodierung verwendet, wodurch praktisch alle bekannten Schriftzeichen darstellbar sind (z.B. lateinische, kyrillische, japanische und chinesische). Durch den Einsatz von Unicode wird die mehrsprachige Dokumenten- und Programmerstellung erheblich vereinfacht. (Siehe auch Internationalisierung).
 VZurück 
vereidigter Übersetzer, beeidigter Übersetzer    sworn translator
Ein Übersetzer, der einen Eid abgelegt hat und somit beglaubigte Übersetzungen anfertigen kann.


Verhandlungsdolmetscher    liaison interpreter
Dolmetscher, der mündlich und meist konsekutiv (s. Konsekutivdolmetschen) in beide Richtungen zwischen zwei Sprachen übersetzt, und evtl. PR-Aufgaben übernimmt oder als Vermittler bei Verhandlungen fungiert.
 WZurück 
Werbetexten    copywriting
Das Verfassen von Werbetexten. Dass sich Werbetexte aufgrund des unterschiedlichen kulturellen Milieus und der Werbekulturen anderer Länder und Regionen nicht zufrieden stellend übersetzen lassen, kann nicht stark genug betont werden. Werbung für andere Länder lässt man deshalb am besten im entsprechenden Zielland verfassen. Dieser Service wird von manchen Werbeagenturen angeboten.


wörtliche Übersetzung; auch: Transkription    literal translation
Übersetzung, die Formulierung, Wortwahl und Satzbau des Ausgangstexts möglichst originalgetreu spiegelt. Liest sich meist unnatürlich und ist deshalb im Normalfall zu vermeiden (vgl. freie Übersetzung).
 ZZurück 
Zielleserschaft    target readership
Der Personenkreis, für den die Übersetzung bestimmt ist, z.B. Fachleute, Kinder, die allgemeine Öffentlichkeit. Bei der Auftragserteilung an einen Übersetzer empfiehlt es sich, immer die Zielleserschaft anzugeben, da dem Übersetzer damit die genaue Stil- und Wortwahl ermöglicht wird.


Zielpublikum    target audience
Der von einem Dolmetscher angesprochene Personenkreis, z.B. Fachleute, Kinder, die allgemeine Öffentlichkeit. Bei der Auftragserteilung an einen Dolmetscher empfiehlt es sich, immer das Zielpublikum anzugeben, da dem Dolmetscher erst damit eine passende Stil- und Wortwahl ermöglicht wird. Der Begriff wird manchmal auch im Sinne von Zielleserschaft verwendet.


Zielsprache    target language
Sprache, in die ein Text zu übertragen ist.


Zieltext    target text
Die Übersetzung, d.h. das Ergebnis des Übersetzens.


zweisprachig, bilingual    bilingual
Eine zweisprachige Person ist jemand, der zwei Sprachen (meist fließend oder fast fließend) beherrscht. Zweisprachigkeit ist eine – aber bei weitem nicht die einzige – Voraussetzung für Übersetzer und Dolmetscher.


Abkürzungen

ACPI   Association of Court and Police Interpreters (britischer Verband der Gerichts- und Polizeidolmetscher)
AIIC   Association internationale des interprètes de conférence (internationaler Verband der Konferenzdolmetscher)
AITC   Association internationale des traducteurs de conférence (internationaler Verband der Konferenzübersetzer)
AITI   außerordentliches Mitglied des Institute of Translation and Interpreting
AITI   Assoziatione Italiana Traduttori e Interpreti (Italienischer Übersetzer- und Dolmetscherverband)
ATA   American Translators Association (amerikanischer Übersetzerverband)
ATC   Association of Translation Companies (britischer Verband der Übersetzungsbüros)
BDÜ   Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer
CAT   Computer-Aided Translation (computerunterstützte Übersetzung)
FIT   Fédération internationale des traducteurs (internationaler Übersetzerverband)
GIM   Globales Informationsmanagement
IoL   Institute of Linguists (GB)
ITA   Irish Translators’ Association (irischer Übersetzerverband)
ITI   Institute of Translation and Interpreting (britischer Übersetzer- und Dolmetscherverband)
LISA   Localisation Industry Standards Association
LSP   Language service provider
MIL   Mitglied des Institute of Linguists
MITI   Mitglied des Institute of Translation and Interpreting
MT   Machine Translation (automatisches Übersetzungssystem)
NAATI   National Accreditation Authority for Translators & Interpreters (australisches Akkreditierungsorgan für Übersetzer & Dolmetscher)
NZ   Normzeile
SRX   Segmentation Rule eXchange (standardisiertes Austauschformat für Segmentierungsregeln für TM- und CAT-Anwendungen)
TBX   TermBase eXchange (standardisiertes Austauschformat für Bestände aus Terminologiedatenbanken)
TM   Translation Memory
TMX   Translation Memory eXchange
TWB   Translator’s Workbench
 

Quellenverzeichnis:
ASD Simplified Technical English Maintenance Group (STEMG)
Deutsches Universalwörterbuch (Duden)
ECSC-EC-EAEC: EuroDicAutom (europa.eu.int/eurodicautom/)
IBM Glossary of Unicode terms (www-128.ibm.com/developerworks/library/glossaries/unicode.html)
International Writers’ Group: The Tool Kit newsletter
Longman Dictionary of the English Language
Norm DIN 2345 für Übersetzungsvorhaben
North-West Translators’ Network: The Language Barrier and how to beat it
Per Dohler: Facets of Software Localization
The Euromap Report
Thomas Irlbeck: Computer-Englisch (DTV)
Translation Journal (accurapid.com/journal/tj.htm)
Wikipedia (de.wikipedia.org)

Für ihren Rat und ihre Unterstützung bei der Erstellung dieses Glossars möchte sich der Autor besonders bedanken bei Joy Burrough-Boenisch, Chris Durban, Petra Kopp, John May, Nathalie Mège, Judyth Mermelstein, Ruth Partington und Anke Vogelhuber.

Anmerkung: Die auszugsweise (jedoch nicht vollständige) Wiedergabe dieses Glossars für pädagogische Zwecke ist mit Quellenangabe (Link auf die Startsteite oder das Glossar von trans-k) gestattet. Der kommerzielle Gebrauch ist untersagt, sofern nicht ausdrücklich schriftlich genehmigt. Die folgende(n) auf dem Internet verfügbaren Kopien dieses Glossars bzw. Auszüge davon wurden vom Urheber nicht genehmigt und es liegen ihm auch keine entsprechenden Ansuchen seitens der verantwortlichen Websitebetreiber vor (vielen Dank für Ihr Vertrauen!):
www.k-international.com/Support_04.htm
www.okay-uebersetzungen.de/glossar.htm
www.universaldialog.com/html/glossary.html

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