Warum
haben sie es nicht gewusst? Haben sie es nicht
miterlebt, dass Reisende in peinliche Situationen
gerieten, weil sie keine Möglichkeiten
hatten, mit den Einheimischen zu kommunizieren?
Haben Sie nicht gesehen, dass die Investitionen
unserer globalen Gesellschaft in Sprachunterricht
astronomisch hoch waren und die Ergebnisse miserabel?
War Ihnen, wenn sie an internationalen Treffen
teilnahmen, nicht bewusst, dass Dolmetscher
in den Kabinen saßen, dass die Stimme,
die sie in ihren Kopfhörern hörten,
nicht die des Redners war, dass der simultane
Gebrauch so vieler Sprachen eine Menge Geld
kosten musste? Haben sie nicht gewusst, dass
überall auf der Welt Abermillionen junger
Leute ihr Hirn strapazierten in dem Bestreben,
Englisch zu lernen, eine Sprache, die nachgewiesenermaßen
so schwer zu erfassen ist, dass im Schnitt nach
sieben Jahren mit vier Wochenstunden Unterricht
nur ein Prozent der Studenten über brauchbare
Kenntnisse verfügten? Haben sie in den
Zeitungen nicht von dem Flugzeug gelesen, das
aufgrund der Sprachprobleme zwischen dem Piloten
und dem Kontrollturm abstürzte? Für
einige von ihnen ist Englisch die Muttersprache.
Haben sie sich niemals gegenüber Ausländern,
mit denen sie gesprochen haben, überlegen
gefühlt, und haben sie sich niemals selber
gefragt, ob dies normal oder gerecht ist? Für
einige von ihnen ist Englisch nicht die Muttersprache.
Haben sie sich niemals ihren Kollegen aus englischsprachigen
Ländern unterlegen gefühlt? Waren
sie in Diskussionen niemals verärgert,
weil ihnen die Wörter, die sie brauchten,
nicht einfielen, während ihre Partner alle
Ressourcen ihrer Muttersprache ins Feld führen
konnten? Wie kann man in unserer Gesellschaft
leben und nicht erkennen, dass es auf der Welt
ein Sprachenproblem gibt?
Eine skandalöse Gleichgültigkeit
Lassen
Sie uns das Unmögliche annehmen und uns
vorstellen, dass sie es schafften, ein internationales
Leben zu leben, ohne auf die negativen Aspekte
der sprachlichen Realitäten zu stoßen.
Konnten sie auf ihrer gesellschaftlichen Ebene
ihre globale Verantwortlichkeit wirklich kompetent
geltend machen ohne zu wissen, wie Kommunikation
funktioniert? Es war ihre Pflicht, es zu wissen,
um so mehr, als sie das Geld hatten und das
Personal, das zum Sammeln von Informationen
und Organisieren der Forschung nötig war.
Der Grund, aus dem sie nichts wussten, ist,
dass es sie nicht interessierte, und es interessierte
sie nicht, weil sie kein Mitleid hatten. Mit
einer beängstigenden Gleichgültigkeit
ignorierten sie die Zwangslage einer enormen
Zahl von Flüchtlingen und Gastarbeitern,
für die die Unmöglichkeit, sich adäquat
auszudrücken - aufgrund des Fehlens einer
gemeinsamen Sprache - eine Quelle von Ungerechtigkeit,
psychologischen Elends und sogar Tod war. Sie
haben die Zeugen gehört. Es wird schwierig
sein, den Fall des deutschen Krankenhauses zu
vergessen, in dem 50% der organtransplantierten
Patienten starben, weil sie - aufgrund des Fehlens
einer gemeinsamen Sprache mit dem Krankenhauspersonal
- einfach die Anweisungen nicht verstanden,
die ihnen bezüglich ihrer Pflege gegeben
worden waren. Sie ignorierten solche Realitäten.
Wenn ein Ausländer von der Polizei ungerecht
behandelt behandelt wurde, weil er sich nicht
verständlich machen konnte, hat es sie
nicht gestört. Wenn ein leitender Angestellter
einen wichtigen Vertrag verlor, weil seine Englischkenntnisse
nicht dem in der Verhandlung gefragten Niveau
entsprachen, warum sollte sie so etwas beunruhigen?
Dass Geld, das schlechterdings für alle
möglichen sozialen Bedürfnisse gebraucht
wurde, verschwenderisch für ein unglaublich
kompliziertes und teures System sprachlicher
Kommunikation ausgegeben wurde, war ihnen völlig
gleichgültig. Jedoch: Lag es nicht in ihrer
Verantwortlichkeit, auf humane Weise auszuwählen,
was mit dem Geld des Steuerzahlers geschehen
sollte?
Lassen
Sie mich nur ein Beispiel von vielen, die angeführt
werden könnten, auswählen: Während
sie die Macht ausübten, starben viele afrikanische
Kinder an Austrocknung, einer so schrecklichen
Austrocknung, dass ein Kind keine Tränen
mehr produzieren konnte, wenn es weinte. Obwohl
zwölf Cent ausgereicht hätten, ein
Kind zu retten, waren sie unfähig die Mittel
aufzutreiben, um die Kinder, die diesem Alptraum
ausgeliefert waren, zu schützen. Dennoch
wurden gleichzeitig jeden Tag in der Europäischen
Union mehr als eine Million Dollar für
die Übersetzung der täglichen anfallenden
Menge von 3.150.000 Wörtern ausgegeben!
Wenn man ihnen von dramatischen globalen Problemen
wie Hunger berichtete, schüttelten sie
scheinbar mitleidig ihre Köpfe über
die Knappheit der Mitte, aber sie taten es,
ohne die Diskrepanz zu empfinden, in genau den
Organisationen, die Millionen von Wörtern
zum Preis von zwei US-Dollar pro Wort übersetzten.
Was für eine Elite ist das? Ist es nicht
selbst für den Einfältigsten offensichtlich,
dass das, was für einen bestimmten Zweck
ausgegeben wird, für einen anderen nicht
verfügbar ist? Und dass als Konsequenz
daraus die Festlegung angemessener Prioritäten
eine schwerwiegende moralische Pflicht ist?
Und trotzdem zögerten sie in sämtlichen
internationalen Organisationen - und Gott weiß,
wie viele es davon gibt - niemals, riesige Geldmenge
für Sprachdienste vorzusehen. Tatsächlich
kam es ihnen niemals in den Sinn, eine objektive
Studie in Angriff zu nehmen über die der
Gesellschaft aufgrund wegen der vielfältigen
sprachlichen Probleme entstehenden Kosten und
die möglichen Lösungen. Wäre
auf dem Gebiet der sprachlichen Kommunikation
keine bessere Organisation möglich gewesen?
Diese Frage haben sie sich nie gestellt. "Wir
taten, was getan werden konnte, es gab keine
andere Möglichkeit", behaupten
sie.
Eine Lösung gab es schon lange
Keine
andere Möglichkeit? Esperanto existierte!
Es war seit mehr als einem Jahrhundert in Gebrauch.
Denjenigen, die klug genug gewesen waren, es
für sich anzunehmen, ermöglichte es
bereits großartige Kommunikationsmöglichkeiten
ohne die Notwendigkeit, einen einzigen Cent
in Sprachdienste zu investieren, ohne Diskriminierung
unter den Völkern, nach einem zumutbaren
kleinen Aufwand an Zeit und Mühe (es war
bereits bekannt, dass sechs Monate Esperantolernen
zu einem Kommunikationsniveau führen, wie
es nach sechsjährigem Englischlernen erreicht
werden kann.) Aber für die bedeutenden
Mitglieder unserer "Elite" gab es
diese Alternative, die kostengünstige Lösung
des Sprachproblems, einfach nicht. Wenn ihre
Aufmerksamkeit darauf gelenkt wurde - und das
geschah, sie haben die Beweise gesehen - erhoben
sie systematisch eine Reihe von Einwänden,
ohne deren Gültigkeit zu prüfen.
"Esperanto
funktioniert nicht", sagten sie, während
es so einfach war, es bei internationalen Treffen
und Kongressen zu benutzen und festzustellen,
dass es viel besser funktionierte als jedes
konkurrierende System wie Englisch oder Simultanübersetzung.
"Es ist künstlich", sagten
sie, aber sie weigerten sich, als sie eingeladen
wurden, Kindern zuzuschauen, die auf Esperanto
mit einer Spontaneität des Ausdrucks lachten
und spielten, die ihr Vorurteil einfach widerlegt
hätte, hatten aber keine Skrupel, in ein
Mikrophon zu sprechen und einer anderen Stimme
als der des Vortragenden zuzuhören, was,
wie Sie mir zustimmen werden, wirklich kein
eindrucksvolles Beispiel für natürliche
Kommunikation ist. "Es hat keine Kultur",
behaupteten sie, obwohl sie niemals ein Wort
esperantosprachiger Dichtung gelesen hatten,
obwohl sie nichts über die Entwicklung
esperantosprachigen Theaters oder Esperanto-Literatur
wussten, obwohl sie niemals an einer wissenschaftlichen
Vorlesung in dieser Sprache teilgenommen hatten.
"Es ist starr und inhaltslos",
wiederholten sie, ohne es jemals einer vergleichenden
linguistischen Analyse zu unterziehen, die sie
zu der Folgerung gezwungen hätte, dass
es wegen seiner agglutinierenden Struktur flexibler
und ausdrucksreicher als viele renommierte Sprachen
ist. "Es ist keine lebende Sprache",
protestierten sie, ohne etwas über das
Milieu zu wissen, wo es im täglichen Einsatz
war, und ohne sich selbst zu fragen, was die
Kriterien für Leben bei einer Sprache sind
und wie Esperanto diese erfüllte. "Es
wäre eine Schande, wenn Menschen ihre eigene
Sprache zugunsten von Esperanto aufgeben würden",
sagten sie, leichtfertig darüber hinweggehend,
dass Esperanto niemals die Absicht hatte, andere
Sprachen zu ersetzen, sondern nur eine praktische
Methode war, sprachliche Barrieren zu überwinden,
so wie Latein im Mittelalter in Europa, und
Berichte über das Sterben von Sprachen
- eine Sprache pro Woche in den 2000'er Jahren
- ignorierend, das durch die erdrückende
Wirkung verschiedener Hauptsprachen, besonders
des Englischen, das von vielen Soziolinguisten
als "Killersprache" bezeichnet wurde,
hervorgerufen wurde.
Eine Sprachrevolution
Es
gibt keinen Grund, länger bei diesen Vorurteilen
zu verweilen. Sie wissen, welcher Art sie sind.
Fünfundzwanzig Jahre, nachdem die Bürger
rebellierten und die linguistische Revolution
stattfand, sehen Sie überall, wie sehr
sich die Welt zum Besseren gewandelt hat. Sie
können ohne Sprachschwierigkeiten in der
ganzen Welt herumreisen. Internationalen Organisationen
bleiben die unglaublichen Kosten für ihre
Sprachdienste erspart, so dass große Geldmengen
für wesentliche Projekte verfügbar
wurden. Überall auf der Welt lernen junge
Leute, nach einem Esperanto-Grundkurs, alle
möglichen anderen Sprachen, für die
sie sich interessieren, was die intellektuelle
Mannigfaltigkeit unserer globalen Gesellschaft
erweitert - ein bedeutender Faktor fruchtbaren
Gedankenaustausch - wobei echtes gegenseitiges
Verständnis gefördert wird. Die vielen
negativen Auswirkungen des Monopols des Englischen
auf das kulturelle Leben vieler Menschen - es
gab seinerzeit in der Schule so gut wie keine
Alternative - verschwinden nach und nach. Flüchtlinge
und ausländische Arbeitnehmer werden jetzt
verstanden, wohin auch immer sie gehen. Experten,
die an internationalen Diskussionen teilnehmen,
werden wegen ihrer Fachkenntnisse und nicht
länger wegen ihrer Englischkenntnisse ausgewählt,
wodurch viele ausgeschlossen wurden, da, wie
Sie wissen, viele Menschen mit einer mathematischen
oder technischen Begabung Schwierigkeiten mit
Sprachen haben. In den Vereinigten Staaten,
in Großbritannien und anderen englischsprachigen
Ländern entdecken Studenten andere Kulturen
aus einer neuen Perspektive, und die Notwendigkeit,
eine andere, exakte aber einfache und psychologisch
sehr befriedigende Sprache zu lernen, hat wohltuende
Auswirkungen auf ihre Aufgeschlossenheit gegebenüber
der Welt und gegenüber intellektuellen
und kulturellen Entwicklungen. In Indien ist
der Konflikt zwischen rivalisierenden Verfechtern
von Englisch, Hindi und anderen Sprachen abgeflaut,
ebenso wie die linguistischen Spannungen in
Beligen, Kamerun, Nigeria und vielen anderen
Ländern.
In
der Tat hat die Menschheit jenen viel zu verdanken,
die Druck auf die Regierungen ausgeübt
haben, überall auf der Welt einen koordinierten
Esperantounterricht zu organisieren. Aber sie
hat auch eine gewisse Dankesschuld gegenüber
den Regierungsfunktionären, deren nichtnachlassende
Anstrengungen die Annahme der ursprünglichen
Deklaration sicherstellten, die die Wahrheit
über die Sprache offiziell wiederherstellte.
Zum ersten Mal wurde sie aus einer angemessen
Perspektive betrachtet. Als die Öffentlichkeit
erkannte, dass sie jahrzehntelang betrogen worden
war, begann der heute berühmte "Esperanto
Goldrausch", so dass sich die Sprache sogar
schon verbreitete, bevor der allgemeine Unterricht
organisiert war.
Eine schwerwiegende Verantwortung
Wenn
ich einige Zeit darauf verwandte, Sie an den
immensen Nutzen zu erinnern, den wir alle heute
aus der Änderung der Einstellung gegenüber
Esperanto ziehen, so deshalb, um zu verdeutlichen,
dass die Angeklagten dafür verantwortlich
sind, dass dies so spät geschah. Schon
1920 führte der Völkerbund eine sachliche
Studie über dieser Angelegenheit durch
und empfahl den Regierungen, überall den
Esperantounterricht zu organisieren, so dass
Esperanto zur zweiten Sprache für jedermann
werden könne. Dies wurde als das beste
Mittel auf dem Weg zu einer angenehmen internationalen
Kommunikation auf gleichberechtigter Basis empfunden,
das zugleich das Überleben und Gedeihen
aller Sprachen und Kulturen garantieren würde.
Aber den Regierungen gelang es, den Bericht
des Völkerbundes zu ignorieren. Die wahren
Qualitäten von Esperanto waren für
jeden Menschen guten Glaubens immer sichtbar.
Schon 1930 war die Esperantoliteratur und der
Gebrauch der Sprache auf internationalen Kongressen
so gut entwickelt, dass eine Negierung ihrer
menschlichen und kulturellen Werte nur bei Verzicht
auf Rechtschaffenheit und die Pflicht zur Objektivität
möglich war. Nun, viele Jahrzehnte lang
verzichtete die "Elite" darauf. Die
Antwort dieser Leute auf Vorschläge, die
zum Ziel hatten, zum Gebrauch von Esperanto
zu ermuntern war voller Verachtung und bar jeder
objektiven Basis. Zu keiner Zeit versuchten
sie ihre Sache zu beweisen. Dass Esperanto nichts
wert war, galt als sicher. Und darum sollten
sie verurteilt werden. Dieses Verfahren sollte
als Beispiel dienen, das den Völkern der
Welt zeigt, dass der Mangel an demokratischen
Prinzipien, die Preisgabe von Objektivität,
die Verweigerung, Tatsachen zu prüfen,
die Entscheidung, eine Idee zu verwerfen, ohne
sie überhaupt in Betracht zu ziehen, die
Gleichgültigkeit gegenüber Leid und
die Weigerung, Prioritäten aufgrund ethischer
Betrachtungen zu setzen, nicht unbestraft davonkommt.
Die
Gesellschaft hat Rechte. Das Recht, zu kommunizieren,
ist ein Recht, das ernst genommen werden muss,
genauso wie das Recht auf Gleichbehandlung.
Als die Angeklagten die Gesellschaft beherrschten,
manipulierten sie die Meinungen auf sehr subtile
Weise, indem sie den Leuten eine Zahl von Entstellungen
in den Kopf setzten, die schuld daran sind,
dass eine neutrale internationale Sprache so
spät angenommen wurde. Es ist für
Sie alle heute offensichtlich, die wegen ihrer
Unfähigkeit, sich in einer fremden Spache
auszudrücken, in eine Unterlegenheitsposition
gebracht wurden, Opfer des Weltkommunikationssystems
waren. Aber die sogenannte Elite schaffte es,
dass diese Opfer sich schuldig fühlten.
Schuldig der Faulheit, der Unfähigkeit,
ihr Gehirn ordentlich zu benutzen. "Wenn
sie sich nicht verständigen können,
ist es ihr Fehler, sie hätten Sprachen
lernen sollen", sagten sie, ohne sich
zu fragen, ob es allen möglich war, eine
andere nationale Sprache zu beherrschen und
ob es nicht eine gerechtere Alternative zu ihrer
linguistischen Weltordnung, oder besser, Unordnung,
gegeben hätte.
Sie sind schuldig
Meine
Damen und Herren, die Angeklagten haben keine
Entschuldigung.
Sie
leben in einem Jahrhundert, in dem im Rechtswesen
wie in der Wissenschaft keine Behauptung aufgestellt
wird, bevor nicht die Tatsachen ermittelt wurden.
Sie aber haben wiederholt behauptet, dass es
sinnlos sei, nach einem besseren System für
die internationale Kommunikation zu suchen,
ohne jemals die Tatsachen über Esperanto
in Betracht gezogen zu haben.
Sie leben in einem Jahrhundert, in dem zwischen
mehreren vorhandenen Wahlmöglichkeiten
Vergleiche gezogen werden, so dass diejenigen,
die die Entscheidung zu treffen haben, die Option
mit den meisten Vorteilen und den wenigsten
Nachteilen auswählen können. Sie haben
sie gehört. Gefragt, wann sie, im Feld,
auf der Basis fest definierter Kriterien, die
verschiedenen Systeme internationaler Kommunikation
einschließlich Esperanto verglichen haben,
blickten sie belämmert zu Boden. "Wir
haben einfach nicht daran gedacht",
murmelte einer von ihnen. Aber sie haben zugegeben,
dass sie, wenn sie in anderen Bereichen das
Geld der Steuerzahler oder Anteilseigner ausgegeben
haben, Vorschläge angehört oder auf
andere Art verschiedene Möglichkeiten geprüft
hätten, um die die beste zu wählen.
Sie
leben in einem Jahrhundert, in dem man erwartet,
dass Diskriminierung verbannt wird. Aber ihre
Einstellung gegenüber Menschen, die versuchten,
ihnen die Möglichkeiten - und die Realität
- von Esperanto bewusst zu machen, war fortwährend
diskriminierend: jene Leute wurden abgewiesen,
ohne angehört worden zu sein, ohne dass
ihre Dokumente gelesen und ordnungsgemäß
berücksichtigt worden wären. Dies
war, wie sie beim Anhören der Aussagen
feststellen konnten, insbesondere in der Europäischen
Union der Fall, aber es hätten viele andere
Beispiele beigebracht werden können. Nein,
sie haben keine Entschuldigung. Es ist selbst
jetzt noch zweifelhaft, dass sie das Ausmaß
der Frustrationen, des Aufwandes an Energie,
der Niederlagen, des Leidens, der menschlich
inakzeptablen Verschwendungssucht erkennen,
das ihre vorsätzliche Ignoranz der sprachlichen
Realitäten hervorgerufen hat. Alle diese
negativen Aspekte, die so leicht zu vermeiden
waren, wie es unser heutiges Leben zeigt, wurden
für unvermeidlich betrachtet, ebenso wie
Sklaverei jahrhundertelang als selbstverständlich
betrachtet wurde, so dass sogar Sklaven sie
für eine unentrinnbare Lebenswirklichkeit
hielten. Jahrzehntelang wurden die unzähligen
Opfer der internationalen sprachlichen Unordnung
dahingehend manipuliert zu glauben, dass es
keine Alternative gäbe. Dies ist unentschuldbar,
in Anbetracht sowohl des intellektuellen Niveaus
der verantwortlichen Personen wie auch ihrer
juristischen, wissenschaftlichen oder politischen
Ausbildung, die ihnen dennoch die Notwendigkeit
von Objektivität und Verifizierung nicht
klarmachen konnte.
Meine
Damen und Herren Geschworene, sie schulden es
der Gerechtigkeit und den zukünftigen Generationen,
sie ohne jeden Zweifel schuldig zu sprechen.
Das Gericht...
(An
dieser Stelle bricht der Text plötzlich
ab.)
http://www.aliaflanko.de/deutsch/text/2052.html