Die Präpositionen dienen dazu, Wörter im Satz so zu verknüpfen,
daß das Verhältnis des einen Wortes
zum anderen deutlich wird:
Er schlägt den Nagel mit dem Hammer in die Wand. Bei
seinen Büchern war auch ein Werk über
Afrika.
Die Präpositionen werden deshalb auch Verhältniswörter genannt.
Sie sind ähnlich wie die Konjunktionen
wichtige Bindeglieder im Satz. Beim Gebrauch
von Präpositionen können mancherlei
Fragen und Unsicherheiten auftreten. Hier
wollen wir zunächst einmal fragen, in
welcher Form die Substantive stehen, die mit
einer Präposition angeschlossen werden.
Jede Präposition "regiert"
einen oder mehrere Fälle (Kasus), man
spricht deshalb von der "Rektion"
der Präposition.
Am einfachsten ist es, wenn die Verhältnisse der Ruhe und Bewegung ausgedrückt
werden sollen. Die Grammatik nennt dies die
Lage (Frage: wo?) und die Richtung (Frage:
wohin?).
Auf die Frage wo? antwortet der Dativ:
Die Brille liegt auf dem Tisch.
Der Wagen steht in der Garage.
Auf die Frage wohin? antwortet der Akkusativ:
Ich lege die Brille auf den Tisch.
Ich bringe den Wagen in die Garage.
Hier sehen wir schon, daß es Präpositionen gibt, die sowohl den Dativ
als auch den Akkusativ bei sich haben können.
Wir sehen aber auch, daß das Prädikat,
also das Verb, den Fall bestimmt, mit dem
die Präposition jeweils verbunden wird.
Verben wie stehen, sitzen, liegen
verlangen den Dativ (Frage wo?), Verben wie
stellen, setzen, legen, bringen verlangen
den Akkusativ (Frage: wohin?). So einfach
ist das aber nicht immer:
Ich fahre auf dem See (wo?).
Ich fahre über den See (wohin?)
Ich fahre zu meinem Bruder (wohin?,
aber Dativ!).
Ich fahre nach Bamberg, der alten Bischofsstadt
(wohin?; aber Dativ!).
Die Bäume stehen um das Haus (wo?,
aber Akkusativ!).
Der Dativ kann auch den Punkt bezeichnen, von dem eine Bewegung ausgeht (Frage:
woher?):
Er springt aus dem Bett.
Der Schnee fällt von den Bäumen.
Es gibt erstaunlich viele Präpositionen, die den Genitiv regieren. Einige
davon, z.B. [an]statt, infolge, innerhalb,
trotz, während, wegen, werden recht
häufig gebraucht, die meisten aber gehören
der Amts- oder der Kaufmannssprache an (abzüglich,
anläßlich, betreffs, einschließlich,
hinsichtlich, mangels, mittels, seitens, unbeschadet,
zwecks).
Infolge des schlechten Wetters - innerhalb
der Grenzen - während des Unterrichts
- wegen des schwerwiegenden Fehlers
- abzüglich der Zinsen - hinsichtlich
des Geständnisses - mittels der
Unterlagen